Unbemerkt vernetzt – was sind Botnetze und wie kann man sich vor ihnen schützen?

Schadprogramme sind eines der ältesten Ärgernisse von Computernutzern. Besonders nervig: ganz wie bei echten Krankheitserregern besteht ein ständiger Wettlauf zwischen den Programmierern von Viren und den Entwicklern von Antivirensoftware. Und nicht selten sind die Virenprogrammierer ihren Gegnern einen Schritt voraus. Dabei haben es längst nicht alle Viren darauf abgesehen, einen Computer zu stören. Für Kriminelle viel interessanter sind Spionage und Steuerungsprogramme. Eine spezielle Form dieser Schadsoftware stellen sogenannte Botnetze dar.

Bei Botnetzen handelt es sich um Netzwerke aus Computern, die von Schadsoftware befallen und zusammengeschlossen werden. Ein infizierter Computer kann dann beispielsweise von Kriminellen ferngesteuert werden, andere Computer infizieren oder ganz einfach Spam-Mails versenden, ohne dass sein Besitzer etwas davon bemerkt. Man sollte nicht dem Irrtum verfallen zu glauben, dass derartige Netzwerke nur ein Nebenkriegsschauplatz sind. Tatsächlich sind Botnetze eine der infrastrukturellen Grundlagen von Onlinekriminalität und eine der größten illegalen Einnahmequellen im Cyberspace.

Als Anlaufstelle für Opfer dieser Art von Schadprogrammen gibt es bereits seit Ende 2010 das vom eco-Verband der deutschen Internetwirtschaft initiierte Beratungszentrum www.botfrei.de, das vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik unterstützt wird. Hier finden Anwender mit befallenen Rechnern Programme und Anleitungen um Bots zu erkennen und zu entfernen. Darüber hinaus gibt es auch eine Telefonhotline für kompliziertere Fälle.

Mit dieser Initiative steht Deutschland  nicht allein da. Andere Länder, wie beispielsweise Japan oder die Niederlande, haben bereits ähnliche Zentren eingerichtet. Andere Staaten, wie die USA, sind noch dabei, derartige Zentren aufzubauen. Das Problem ist jedoch: Viren machen nicht an Ländergrenzen halt. Daher sind nationalstaatliche Initiativen nur begrenzt wirksam, effektiver und notwendig wären internationale Lösungen. Das hat auch die EU-Kommission erkannt und die Entwicklung eines europäischen Advanced Cyber Defense Center ausgeschrieben. Dieses ACDC kann keinen Tag zu früh kommen: Nach Schätzungen des eco – Verbandes sind weltweit mehrere Millionen Rechner von Bots befallen und damit in der Hand von Onlinekriminellen.

Eines sollte aber klar sein: Die Entfernung von Schadsoftware von einem Rechner ist natürlich nur die zweitbeste Lösung. Am Besten ist es, wenn der Rechner gar nicht erst infiziert wird. Unsere Experten bei der C&S – Computer und Service GmbH stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite, um Ihre Systeme gegen Bots und andere Schadprogramme abzusichern.

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