Schritt für Schritt zum perfekten Passwort

Schlecht gewählte Passwörter erleichtern Internetkriminellen die Arbeit. Wurde Ihr Passwort erst einmal geknackt, können für Sie vielerlei Probleme daraus erwachsen: gestohlene Bankdaten, ungewollte Einkäufe in Ihrem Namen, Spamversand und vieles mehr. Die Computer und Service GmbH Leverkusen gibt Ihnen hilfreiche Tipps, was Sie bei der Passwortwahl beachten sollten.

Abgesehen von Phishing-Seiten, Trojaner-Viren oder Keyloggern gibt es grundsätzlich drei Varianten, wie ein Angreifer an Ihr Passwort gelangen kann: mit sogenannten „Bruteforce-Angriffen“, bei denen alle möglichen Buchstaben-, Zahlen- und Sonderzeichenkombinationen automatisiert durchprobiert werden, per „Dictionary-Attack“, bei denen vorgefertigte, über das Internet verfügbare Listen mit gängigen Passwörtern abgearbeitet werden oder mit einer Kombination aus beidem. Angreifer, die Sie persönlich kennen oder schlicht Informationen über Sie gesammelt haben, können natürlich auch versuchen, aus ihrem Wissen über Sie auf das Passwort zu schließen.

Aus dem Wesen dieser Angriffe lassen sich einige Charakteristika für Ihr perfektes Passwort ableiten:

  1. Ihr Passwort sollte möglichst lang sein, um die Anzahl an Zeichenkombinationen zu steigern. 6 bis 8 Zeichen können hier als unteren Richtwert genannt werden.
  2. Verwenden sie keine gängigen Zeichenfolgen, die sich aus Mustern auf Ihrer Tastatur ergeben, wie „QWERT“, „ASDF“ oder „1234“.
  3. Sehen Sie von „Allerweltspasswörtern“ wie etwa „Gott“, „Passwort“, „xxx“ oder „Liebe“ ab, denn im Internet kursieren umfangreiche, oft mehrsprachige Listen, die solche beliebten und leider häufig anzutreffenden Passwörter abdecken.
  4. Nutzen Sie keine Namen von Ehepartnern, Kindern, Tieren oder Freunden. Auch Geburtsdaten und –orte, Lieblingsfilme, Firmennamen oder die Lieblingsband eignen sich nicht. Solche Daten erlangen Angreifer oft leicht per Internetsuche oder schlicht über soziale Netzwerke wie Facebook und Co.
  5. Verwenden Sie Klein- und Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen wie „#“ oder „@“. Damit erhöhen Sie die möglichen Kombinationen, die eine automatisierte Software potentiell durchprobieren müsste.

Um Ihre Sicherheit weiter zu steigern, sollten Sie auch noch folgendes beachen:

  1. Nutzen Sie unterschiedliche Passwörter für verschiedene Seiten und Programme. Hat ein Hacker doch einmal ein Passwort erschlichen, bleiben andere Accounts verschont.
  2. Vermeiden Sie die Nutzung von Passwortmanager oder Formular-Autofill-Funktion Ihres Browsers. Es gibt Angriffstechniken, mit denen man darüber an Ihre Daten gelangen kann. -
  3. Legen Sie Passwörter nie unverschlüsselt in Textdateien auf Ihrem Computer ab. Sicherheitslücken im Browser oder Backdoor-Viren könnten die Durchsicht Ihrer Festplatte ermöglichen.
  4. Vergewissern Sie sich vor der Eingabe des Passworts, dass Sie sich auf der richtigen Internetseite befinden. Besuchen Sie die jeweilige Seite immer manuell und nicht per Link aus einer E-Mail.
  5. Halten Sie Virenscanner, Betriebssystem und Browser stets up-to-date, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen.

Auf den ersten Blick scheint es jetzt wohl schwierig, ein geeignetes einprägsames Passwort zu finden. C&S Leverkusen zeigt Ihnen einen einfachen Trick.

Nehmen Sie doch ganz einfach die Anfangsbuchstaben der Wörter Ihres Lieblingszitats, einer Zeile aus Ihrem Lieblingslieds oder –Gedichts, ersetzen Sie dabei zum Beispiel „l“ durch „1“ oder „s“ durch „5“ und hängen Sie ein Sonderzeichen an, dass Sie schnell auf ihrer Tastatur erreichen. „Wer reitet so spät durch Nacht und Wind“ wird so beispielsweise zu „Wr55dNuW#“. Auf diese Weise erhalten Sie ein Passwort, das Sie sich leicht merken können, Ihnen nicht zuzuordnen ist und das zu entschlüsseln im Bruteforce-Verfahren wohl Jahre in Anspruch nähme.

 

 

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