Funktioniert meine Datensicherung auch wirklich zuverlässig?

Wissen Sie ob Ihre Datensicherung funktioniert? Wenn Sie nur zitieren können, was Ihr Administrator sagt, möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie das selbst testen können, ohne zunächst ein Worst-Case konstruieren zu müssen….

Der Verlust von wichtigen Daten ist der Alptraum jedes Unternehmens. Nicht auszudenken was wäre, wenn dringend benötigte Geschäftsinformationen auf einmal rettungslos verloren sind oder, noch schlimmer, unbemerkt verändert wurden, ohne dass man auf das fehlerfreie Original zurückgreifen kann.

Unternehmen geben daher viel Geld für Datensicherung aus. Umso wichtiger ist es regelmäßig zu überprüfen ob die Datensicherung auch wirklich zuverlässig funktioniert. Sonst glauben sie sich schlimmstenfalls monatelang in Sicherheit um am ‚Tag X‘ dann doch festzustellen, dass Ihre Datensicherung nicht zuverlässig gearbeitet hat. Aus diesem Grund sollte man regelmäßig überprüfen, ob sich Daten tatsächlich wieder herstellen lassen, indem man einen sogenannten Rücksicherungstest durchführt. In der Regel macht das der Administrator – also die Person, die ohnehin für ihre Sicherungssysteme verantwortlich ist. Das Problem: Wer garantiert Ihnen, dass Ihr Administrator auch wirklich sauber arbeitet oder ob er einfach nur behauptet, dass die Datensicherung zuverlässig funktioniert? Wenn Sie überprüfen wollen, ob Sie nicht den Bock zum Gärtner gemacht haben, müssen Sie selbst ran.

Aus diesem Grund haben wir von der Computer und Service GmbH Leverkusen Ihnen einen kleinen Leitfaden erstellt, wie Sie schnell, selbstständig, einfach und, vor Allem, ohne Risiko die Arbeit ihres Systemadministrators überprüfen können.

Hierfür sollte man zuerst einmal wissen, wie eine Datensicherung überhaupt arbeitet. Am gründlichsten wird gesichert wenn jeden Tag, respektive jede Nacht, ein komplettes Backup aller Daten erstellt wird. Das ist bei kleineren Betrieben in der Regel problemlos möglich, da die zu sichernde Datenmenge nur selten so groß ist, dass sie nicht in einer Nacht gesichert werden kann. Sollte das aber der Fall sein, so ist es zeitsparender, wenn man jeweils nur die veränderten Daten sichert und das komplette Backup nur in gewissen Zeitabständen – wöchentlich, monatlich, einmal im Quartal, und so weiter. Der große Nachteil: um Ihren Datensatz in einem solchen System wiederherzustellen, müssen Sie alle Veränderungen ab der letzten Komplettsicherung zurückverfolgen können – fällt Ihnen eine Datei aus, haben Sie ein Problem, denn Sie können dann nur bis zur letzten unbeschädigten Datei wiederherstellen.

Mit einer täglichen Sicherung hat man dieses Problem nicht. Dafür fallen hier weit größere Datenmengen an, weshalb Sie in regelmäßigen Abständen alte Backups löschen müssen, um nicht in einem Meer von Festplatten zu ertrinken. Hierfür legen sie mit dem Administrator ein Sicherungsintervall fest, also den Zeitraum für den Sie Sicherungen nicht löschen. Der Nachteil: Wenn Sie zu spät bemerken, dass Ihnen eine wichtige Datei fehlt, können Sie diese nicht wieder herstellen, weil die Datei ja nirgends zwischengespeichert ist. Darum sollten Sie zusätzlich zu dem Sicherungsintervall, das Sie mit Ihrem Administrator festlegen, regelmäßige Systemsicherungen vornehmen, die Sie nicht löschen. So stehen Ihnen die Datensätze des Sicherungsintervalls tagesaktuell zur Verfügung und gegebenenfalls noch Ihre Backups der jeweiligen Stichtage, sollte eine benötigte Datei vor dem laufenden Intervall gelöscht worden sein. Grundsätzlich ist daher zumindest eine Jahressicherung anzuraten.

Das heißt, Sie müssen lediglich feststellen ob diese tägliche Sicherung zuverlässig funktioniert. Hierfür empfehlen wir folgendes Vorgehen.

Erstellen Sie ein gewöhnliche Worddatei, die Sie unter einem Namen, der nicht zu auffällig ist, irgendwo abspeichern. Diese Datei sollte mit der nächsten Sicherung ebenfalls gesichert werden. Warten Sie also die nächste Sicherung ab und löschen danach die Datei. Dann beauftragen Sie Ihren Administrator die Datei X, die am Tag Y erstellt wurde wiederherzustellen. Wenn das funktioniert wissen Sie, dass Ihre Datensicherung tagesgenau funktioniert.

Die zweite Möglichkeit ist, parallel zur ersten Datei noch eine weitere Worddatei zu erstellen, die sie VOR Ablauf eines Sicherungsintervalls und NACH mindestens einer Ihrer regelmäßigen Systemsicherungen löschen. Das heißt: wenn in Ihrem Unternehmen einmal im Monat das komplette System gesichert wird löschen Sie ihre Prüfdatei nach diesem Termin und warten dann den kompletten Sicherungsintervall ab. Wenn Sie danach den Administrator beauftragen die Datei wieder zu finden, so sagen Sie ihm lediglich, dass sie irgendwann im laufenden Jahr erstellt wurde. Um die Datei wieder zu finden muss der Administrator also auf die Systemsicherungen zurückgreifen. Funktioniert das und er findet die Datei wieder, wissen Sie, dass auch Ihre regelmäßigen Systemsicherungen zuverlässig funktionieren. Sollte das nicht funktionieren, so wissen Sie, dass mit Ihren Sicherungssystemen etwas nicht in Ordnung ist. In diesem Fall muss der Fachmann ran und herausfinden, wo der sprichwörtliche Fehler im System sitzt.

So können Sie mit einer Testdatei, ohne ein Risiko einzugehen und ohne selbst am Server arbeiten zu müssen überprüfen, ob ihre Datensicherung funktioniert. Natürlich können Sicherungssysteme auch weit professioneller und besser überprüft werden, dafür brauchen Sie aber einen Fachmann. Und den finden Sie bei C & S Leverkusen.

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Ein Kommentar to “Funktioniert meine Datensicherung auch wirklich zuverlässig?”

  1. liebe C & Sler,

    eine wunderbar einfache und verständliche Informationsseite zur Datensicherung haben sie hier ins Netz gestellt.

    Für unsere DAtensicherung wurde eine DAT 72 – 4 mm Bandsicherung angeboten und instlliert.
    Leider ist die schon 3 x total ausgefallen mit allen Verlusten.
    Ist diese Art von Sicherung noch auf dem aktuellen Stand der Technik bzw. was für eine Note im Schulsystem ist hier zu vergeben.
    Seit wann können bessere Systeme, auch anderer Art , angeboten werden ?

    Schade das wir für eine Zusammenarbeit räumlich zu weit entfernt sind.Über eine Antwort würde ich mich trotzdem freuen.

    Gruß

    Raymund Henrich

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